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Lungenkrebs-Zweitmeinung - Heilungschancen bei Lungenkrebs erhöhen

Über eine Zweitmeinung erfahren, ob es verbesserte Therapien gibt, die die Heilungschancen bei Lungenkrebs erhöhen können.

Heilungschancen bei Lungenkrebs

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Bei den Männern liegt das Bronchialkarzinom an zweiter Stelle der Krebserkrankungen, bei den Frauen an dritter Stelle.

Die Heilungschancen bei Lungenkrebs hängen – wie bei den meisten Krebsarten - sehr stark vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Oft ist die Krebserkrankung bei ihrer Entdeckung schon weit fortgeschritten, was die Überlebensprognose senkt. Wird Lungenkrebs früh erkannt, so stehen die Heilungschancen deutlich besser.

Das Ziel einer Therapie ist es, möglichst alle Krebszellen zu zerstören, entweder durch Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie. Je kleiner und lokaler ein Tumor also ist, desto höher die Chance, ihn restlos zu entfernen. Da die meisten Tumore schnell wachsen, ist eine frühzeitige Diagnose wichtig.

Zusammenfassung der Überlebensrate bei Lungenkrebs

Die 5-Jahres Überlebensrate bei Männern liegt über alle Formen und Stadien des Lungenkrebses hinweg bei 16%. Von 100 Erkrankten überleben also 16 Betroffene die nächsten 5 Jahre.

Bei Frauen ist die Lebenserwartung höher. Hier liegt die Überlebensrate bei 21% für die folgenden 5 Jahre, und damit überleben 21 von 100 Betroffenen.

Überlebensraten nach Art und Stadium

Unterscheiden muss man beim Lungenkrebs zwischen dem kleinzelligen und dem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom. Zudem spielt das Stadium der Erkrankung eine wesentliche Rolle für die Heilungschancen.

Kleinzelliges Bronchialkarzinom

Das kleinzellige Bronchialkarzinom wächst deutlich schneller als das nicht-kleinzellige und streut daher auch früher in benachbarte Bereiche oder andere Organe des Körpers. Das macht die Behandlung besonders schwierig, da eine einzelne OP mit anschließender Bestrahlung oft nicht mehr ausreicht.

Zwar kann man mit einer Chemotherapie den Krebs „systemisch“ bekämpfen, also den gesamten Körper adressieren, in vielen Fällen kommt es aber nur zu einer Remission, also einem Zurückdrängen des Krebses, nicht jedoch zu einer vollständigen Beseitigung. Als Folge bilden sich in den Folgejahren oft Rezidive.

  • Sehr frühes Stadium, lokal begrenzt, operabel: 50% - 60% Überlebenschance
  • Mittleres Stadium, bereits gestreut: 10% - 12% Überlebenschance
  • Spätes Stadium, bereits andere Organe befallen: 1% - 2% Überlebenschance

Das kleinzellige Bronchialkarzinom wächst und streut sehr schnell, weshalb die Zeit zwischen frühem und spätem Stadium sehr kurz ist und oft nur wenige Wochen oder Monate beträgt. Bei der Entdeckung im frühen oder mittleren Stadium muss daher schnell gehandelt werden, bevor die Erkrankung das nächste Stadium erreicht.

In der Regel wird der kleinzellige Lungenkrebs ab dem mittleren Stadium mit einer Chemotherapie behandelt. Da die Krebszellen des kleinzelligen Bronchialkarzinoms auf Grund Ihrer Aggressivität schnell wachsen, sind sie besonders anfällig für eine Chemotherapie. Leider sind die Zellen aber so klein, dass in der Regel nicht alle Krebszellen erfasst werden und der Tumor nach kurzer Remission wieder aggressiv weiter wächst.

Nicht-Kleinzelliges Bronchialkarzinom

Mit einem Anteil von 85% der Lungenkrebsfälle kommt das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom deutlich häufiger vor als sein Gegenstück. In einem frühen Stadium (Stadium I) kann das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom oft im Rahmen einer Operation entfernt werden. Dies erhöht die Überlebenschancen deutlich. Statistisch fallen in diese Kategorie etwa ein Drittel der Betroffenen.

Sind die Lymphknoten bereits befallen, befindet sich die Erkrankung in Stadium II oder III. Hier sind die Heilungschancen deutlich niedriger als in Stadium I.

Wenn weitere Organe befallen sind, es also zu einer Metastasierung gekommen ist, dann verringern sich die Heilungschancen abermals und es wird in den meisten Fällen nicht mehr kurativ (also mit dem Ziel der Heilung) sondern nur noch palliativ versorgt (mit dem Ziel, die Lebensqualität so lange wie möglich aufrecht zu erhalten und die Schmerzen zu minimieren).

  • Sehr frühes Stadium (Stadium I): 60% - 70% Überlebenschance
  • Mittleres Stadium (Stadium II und IIIa: 20% - 40% Überlebenschance
  • Spätes Stadium (Stadium IIIb und IV): 1% Überlebenschance

Sollten Sie an Lungenkrebs leiden, werden durch Einholung einer Zweitmeinung Ihre Diagnose und die Therapievorschläge noch einmal überprüft. Es wird sichergestellt, dass keine Fehldiagnose gestellt wurde, dass Sie die richtige Therapie erhalten und auch von neuesten Therapiemethoden profitieren können. Die bestmögliche Behandlung erhöht Ihre Lebensqualität und Ihre Heilungschancen als Krebspatient.

Die Medizin und speziell die Krebsforschung entwickeln sich rasant weiter. Immer wieder werden neue Wirkstoffe entdeckt, die sehr erfolgversprechend sind. Doch selbst wenn die Ergebnisse positiv sind, dauert es oft Jahre, bis die Medikamente tatsächlich Teil der Standard-Therapie werden. Eine Zweitmeinung eröffnet die Chance, im einen oder anderen Fall schon frühzeitig von den neuen Entwicklungen zu profitieren, da unsere Experten prüfen, ob es ein neues wirksameres Medikament gibt und ob Sie dieses im Zuge einer Studie oder einer Sondergenehmigung bereits heute bekommen können.

Maßnahmen bei Rezidiv

Einige Zeit nach Entfernung des Tumors oder seiner Rückbildung durch die Therapie kann es sein, dass Sie einen Rückfall (Rezidiv) erleiden. Auch hier kann die Zweitmeinung helfen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Sie kann helfen, die optimale Therapie für Sie zu wählen: ist eine erneute Operation bei nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom angesagt? Oder sollte eine Chemo- oder in bestimmten Fällen Strahlentherapie gewählt werden, weil sich Metastasen gebildet haben? Eine Zweitmeinung kann einen entscheidenden Unterschied machen. Rufen Sie uns an und wir geben Ihnen gerne weitere Informationen.

Quellen: www.netdoctor.de www.krebsdaten.de de.wikipedia.org

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