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Brustkrebs-Zweitmeinung - Heilungschancen bei Brustkrebs erhöhen

Über eine Zweitmeinung erfahren, ob es verbesserte Therapien gibt, die die Heilungschancen bei Brustkrebs erhöhen können.

Heilungschancen bei Brustkrebs

Mit circa 1 Million Neuerkrankungen pro Jahr ist der Brustkrebs (Mammakarzinom) die häufigste Krebserkrankung bei Frauen weltweit. Frauen in Industriestaaten sind vergleichsweise häufiger betroffen als Frauen in Afrika oder Asien. Während in den westlichen Industriestaaten die Heilungschancen von Brustkrebs dank innovativer Behandlungsmethoden immer weiter steigen, ist die Sterberate in den ärmeren Ländern hoch.

Obwohl in den vergangenen Jahren mehr Frauen an Brustkrebs erkrankten, sinkt die Zahl der Sterbefälle kontinuierlich, denn die meisten Brustkrebserkrankungen sind heilbar. Wird der Brustkrebs frühzeitig erkannt und leitlinien-konform behandelt, werden etwa 90% aller Brustkrebspatientinnen dauerhaft geheilt.

Voraussetzung für eine andauernde Heilung ist eine vollständige Entfernung des Tumors. Im Idealfall ist der Tumor kleiner als 1 cm Durchmesser und hat noch keine Metastasen gebildet. In diesem Stadium der Brustkrebserkrankung bereitet der Tumor in der Regel noch keine Beschwerden und ist nur durch bildgebende Verfahren zu diagnostizieren. Bildgebende Verfahren sind die digitale Mammografie, der hochauflösende Ultraschall und die Magnetresonanztomografie (MRT). Daher sind Früherkennung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen von besonderer Bedeutung.

Wie bei fast allen Krebsarten gilt: Je früher die Krankheit entdeckt wird, umso höher sind die Heilungschancen.

Empfehlungen zur Früherkennung eines Mammakarzinoms:


ab 30 Jahre jährlich Tastuntersuchung (ergänzend Selbstuntersuchung)


von 50 bis 69 Jahre jährlich Tastuntersuchung (ergänzend Selbstuntersuchung)
alle 2 Jahre Mammographie-Screening


Sollte ein Brusttumor, das Mammakarzinom, erst später entdeckt wird, haben die Betroffenen heute trotzdem eine deutlich verbesserte Prognose.

Entstehung von Brustkrebs und Einflussfaktoren

Ein bösartiger Tumor entsteht, wenn gesunde Zellen in den Milchgängen oder im Drüsengewebe (Drüsenläppchen) nicht mehr den strengen Gesetzen der Zellteilung gehorchen, sondern in einer Art „Supergau“ entarten, um sich dann ungebremst zu vermehren.

Wie schnell sich der Brustkrebs anschließend freie Bahn zum totalen Wildwuchs verschafft, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu gehören:

  • Gutartige Brusterkrankungen: Sog. proliferative Mastopathie, bei der es zu einer zunächst gutartigen Vermehrung von Brustgewebe mit beginnenden Zellveränderungen kommt

  • Erbliche Faktoren: Frauen, in deren Verwandtschaft Brustkrebs aufgetreten ist, tragen ein vergleichsweise höheres Risiko, selbst zu erkranken

  • Lebensstilfaktoren: Erhöhter Alkoholkonsum, Übergewicht, Ernährung mit hohem Fettanteil, Kinderlosigkeit, späte erste Schwangerschaft, frühe erste Regelblutung, später Eintritt der Wechseljahre

  • Einfluss von Hormonen wie Östrogen und Progesteron

Tumorstadium zum Zeitpunkt der Diagnose und Entartungsgrad

Brustkrebserkrankungen werden in verschiedene Stadien eingeteilt. Von diesen hängt auch die weitere Abschätzung von Rückfallgefahr und Heilung ab. Das jeweilige Stadium ergibt sich aus dem Ausbreitungsgrad, dem Bösartigkeitsgrad („grading“) und dem Vorliegen von weiteren, sogenannten molekularen Risikofaktoren im „Profil“ eines Brusttumors.

Ist der Tumor lokal begrenzt und ist noch nicht entartet (keine Tochtergeschwülste bzw. Metastasen), dann handelt es sich um einen vor Ort gebliebenen Krebs, um ein sogenanntes Ductales Carcinoma In Situ, abgekürzt DCIS. Dieser Tumor wächst langsam und ist weniger aggressiv. Man spricht auch vom G1-Tumor. In diesem noch sehr frühen Stadium sind die Chancen auf Heilung am größten.

Hat der Tumor eine gewisse Größe erreicht, breiten sich die Krebszellen – je nach Lage des Tumors – über die Lymph- oder Blutbahnen in das umliegende Brustgewebe aus und streuen in die Lymphknoten. Von metastasiertem Brustkrebs spricht man bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, bei der sich die Krebszellen fern von ihrem Entstehungsort in andere Organe abgesiedelt haben. Fast immer sind in so einem Fall zuerst die Lymphknoten in der Achselhöhle befallen. Später kann der Brustkrebs dann aber auch in die Knochen, in die Lunge, in das Gehirn oder in die Leber streuen. Möglich sind auch andere Metastasierungsorte wie etwa die Schilddrüse oder die Eierstöcke. In diesem Stadium wächst der Tumor schnell und dringt aggressiv in umliegendes Gewebe ein. Man spricht hier vom sogenannten G4-Tumor. In diesem Stadium verschlechtern sich die Heilungschancen und die optimale Behandlung ist nun umso wichtiger.

Prognose bei Brustkrebs über alle Stadien hinweg

Die Zahl der Sterbefälle sinkt seit Mitte der 1990er Jahre deutlich, d. h. immer mehr Frauen, die an Brustkrebs erkranken, überleben den Krebs. Für alle Brustkrebspatientinnen gesamt liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate derzeit bei etwa 83–87 %, was im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen hervorragende Zahlen sind. Fünf Jahre nach Diagnosestellung leben noch mehr als vier Fünftel der erkrankten Frauen.

Etwa jede fünfte Frau (20%) mit Brustkrebs erleidet in den Folgejahren einen Rückfall oder ein Fortschreiten der Erkrankung.

Verbesserte Behandlungsmethoden haben auch in fortgeschrittenen Erkrankungsphasen zu erstaunlichen Therapieerfolgen geführt. Die Einholung einer weiteren Expertenmeinung hilft, die neuesten Erkenntnisse der Forschung in die eigene Behandlung einfließen zu lassen. So haben betroffene Frauen auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung gute Chancen, noch viele Jahre mit ihren Partnern, im Kreise ihrer Familie und in ihrem Beruf aktiv und mit einer guten Lebensqualität leben zu können.

Spielt das Alter eine Rolle?

Jüngere Frauen (bis ca. 40 Jahre) erkranken deutlich seltener an einem Mammakarzinom. Allerdings erleiden Betroffene in dieser Altersgruppe häufiger Rückfalle (Rezidive) als ältere Patientinnen und besitzen daher eine ungünstigere Prognose.

Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko bei Frauen, an Brustkrebs zu erkranken. Das mittlere Erkrankungsalter liegt derzeit bei ca. 64 Jahren. Übrigens können auch Männer an Brustkrebs erkranken, das kommt aber recht selten vor.

Der Menopause-Status, also ob eine Patientin noch ihre Regelblutung bekommt oder bereits die Wechseljahre hinter sich hat, ist wichtig für die Therapie und wirkt sich damit ebenfalls auf die Brustkrebs-Prognose aus.

Studie zeigt: Abwarten kann Heilungschancen verschlechtern

Auch wenn Sie sich die Zeit geben sollten, den Schock der Diagnose zu verdauen und wichtige Informationen zu sammeln, um Entscheidungen gut informiert und mit klarem Kopf zu treffen, sollte die Therapie in einem Zeitfenster von maximal 60 Tagen begonnen werden.

Bei Frauen mit einem Krebstumor im weit fortgeschrittenen Stadium sollte die Therapie möglichst umgehend starten. Das bedeutet nicht, dass sich Patienten nicht über die bestmögliche Therapie erkundigen sollten. Eine Zweitmeinung, die dies leistet, kann auch nach Therapiebeginn eingeholt werden. Falls nötig müsste die Therapie einfach angepasst werden, um die Heilungschancen zu maximieren.

Eine retrospektive Studie amerikanischer Onkologen hat deutlich gemacht, dass ein zeitlich stark verzögerter Therapiebeginn im späten Tumorstadium sehr negative Auswirkungen auf den Heilungsprozess nehmen kann:

Bei 10 Prozent der Frauen erfolgte der Therapiebeginn erst nach 60 Tagen. Dieser späte Beginn war der statistischen Auswertung zufolge im Spätstadium mit einer deutlich reduzierten Überlebensrate verbunden. Das Risiko, die Folgen der Krebserkrankung nicht zu überleben, war um 85 Prozent erhöht.

Eine Verzögerung des Therapiebeginns im Frühstadium der Erkrankung hatte dagegen keinen Einfluss auf die Mortalität, wie bereits in früheren Studien beobachtet worden war.

Die Erhebung der Nachsorge-Daten betrug knapp fünf Jahre.

Nach Angaben der US-Onkologen ist ihre Studie die erste Untersuchung, in der das Erkrankungsstadium zum Zeitpunkt der Diagnose berücksichtigt wird. Die Ergebnisse sollten in weiteren Studien bestätigt werden. Doch schon jetzt raten die Onkologen bei Frauen im späten Stadium einer Brustkrebserkrankung, den Behandlungsbeginn nicht zu weit hinauszuzögern.

Lokalrezidiv und Metastasen

Manche Patientinnen entwickeln nach abgeschlossener Behandlung ein Lokalrezidiv. Das heißt, der Tumor kehrt an der gleichen Stelle zurück.

So bildet sich bei ungefähr fünf bis zehn von 100 Brustkrebspatientinnen (5-10%) innerhalb von zehn Jahren nach der Erstbehandlung mit brusterhaltender Operation und Bestrahlung ein neuer Krebstumor im verbliebenen Brustgewebe derselben Brust. Wurde die Brust bei der Erstbehandlung entfernt (Mastektomie), tritt bei etwa vier von 100 Patientinnen (4%) ein neuer Tumor an der Brustkorbwand auf. Auch dann spricht man von einem Lokalrezidiv. Durch die Mastektomie lässt sich das Risiko also reduzieren, aber nicht komplett ausschließen.

Bei Lokalrezidiven hängen die Brustkrebs-Heilungschancen davon ab, wie bald nach der Erstbehandlung sie auftreten: Ein Rezidiv innerhalb von zwei Jahren nach der Erstbehandlung ist weniger gut heilbar und mit einem höheren Risiko für einen weiteren Rückfall und Metastasen verbunden als Lokalrezidive, die mehr als zwei Jahre nach der ersten Therapie auftreten.

Bei einer geringen Zahl von Frauen (3%) hat der Brustkrebs bei der ersten Diagnose bereits Tochtergeschwülste bzw. Metastasen im Körper gebildet. Er ist dann nicht mehr so gut therapiebar wie in früheren Stadien.

Brustkrebsnachsorge

Eine regelmäßige Brustkrebsnachsorge gehört mittlerweile zur Standardbehandlung von Brustkrebs. Die Brustkrebs-Nachsorge greift dann, wenn die Primärtherapie, also die Entfernung des Tumors, beendet ist. Die Brustkrebsnachsorge ist wichtig, um die laufende Therapie des Brustkrebs kontrollieren zu können. Dazu gehören weiterhin die Untersuchungen des betroffenen Gebietes durch bildgebende Verfahren, um möglicherweise neu auftretende Tumore schnellstmöglich behandeln zu können.

Durch die regelmäßige Brustkrebsnachsorge können außerdem Nebenwirkungen der bestehenden Therapie kontrolliert und der Verlauf der Krankheit im Blick behalten werden.

Eine positive Einstellung hilft

Sie selbst können durch eine positive Einstellung helfen, Ihre persönlichen Heilungschancen zusätzlich zu erhöhen. Der sogenannte „fighting spirit“ kann ein wichtiger Faktor sein, den Körper selbst in den Heilungsprozess mit einzubeziehen. Sie aktivieren damit Ihre Selbstheilungskräfte, die bei der Heilung unterstützen. Alleine die Überzeugung, das Richtige zu tun, kann den Therapieverlauf bereits positiv beeinflussen. Eine Zweitmeinung kann helfen, Ihnen dieses Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Rufen Sie uns an, wir sind für Sie da.

Quellen zu den aufbereiteten Informationen: www.brustkrebszentrale.de www.krebsratgeber.de www.mamazone.de www.netdoktor.de www.europadonna.at www.leading-medicine-guide.at

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